Font Romeu – 3 Wochen dünne Luft

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Hallo Zusammen!

Nach meinem zweiten Platz bei der Challenge Rimini im Mai, habe ich einige Zeit gebraucht um mich wieder zu erholen und normal trainieren zu können. Warum das etwas länger als sonst gedauert hat ist schwer zu sagen, aber wahrscheinlich war es ein Mix aus einem harten Kurs und nur einem halben Jahr Ironman Training in den Beinen.

Wie auch immer, irgendwann ist es wieder bergauf gegangen und die Energie für lange Trainingstage war wieder da. Zuhause in Salzburg konnte ich dann einiges an Grundlagenkilometer machen und weiter an meiner Basis für die kommenden Jahre basteln. Gleichzeitig habe ich natürlich immer mein erstes großes/langes Saisonziel im Hinterkopf gehabt, den Ironman Klagenfurt.

Ich muss zugeben es geht etwas schnell, gerade habe ich meine erste Mitteldistanz gefinisht und jetzt gleich eine Langdistanz!?? Natürlich könnte ich mir noch mehr Zeit lassen, aber ich will Erfahrungen sammeln und auch sehen wo derzeit meine physischen und auch mentalen Limits sind.

Ich habe enorm viel Respekt vor so einem langen Wettkampftag und noch mehr vor den gestandenen Athleten in diesem Sport. Meine Ziele in Klagenfurt sind vorerst bescheiden und so will ich zuerst einmal finishen und eine für mich gute Leistung zeigen. In den paar Monaten meiner Vorbereitung konnte ich optimal trainieren und ich kann behaupten, es hätte gar nicht besser laufen können. Allerdings kann bei einer Langdistanz viel passieren und oft zählt dann das Pacing, die Nahrungsaufnahme, Erfahrung,…usw. mehr, als eine tolle Form.

Doch ich habe noch mehrere Jahre vor mir und es ist schön so befreit an den Start zu gehen. Ich habe bei meinem Debut keine großen Erwartungen und kann ohne Druck einfach mal schauen wie sich das Ganze anfühlt. In den kommenden Jahren wird die Sache dann anders ausschauen und ich möchte regelmässig um das Podium mitkämpfen!

Die letzten drei Wochen war ich nun in Font Romeu, einem kleinen Skiort in den französischen Pyrenäen. Wie schon so oft heuer, bin ich wieder mit meinem belgischen Trainingspartner Bart Aernouts unterwegs. Er startet am gleichen Tag wie Klagenfurt beim Ironman Nizza und so hat sich diese Vorbereitung gut angeboten. Letztendlich ist es auch ein kleines Experiment, wie die Höhe für lange Ausdauerbelastungen funktioniert.

Wir konnten bisher super trainieren, allerdings muss man immer abwarten, wie sich die Höhe dann am Wettkampftag auswirkt. Ich hoffe ich kann mich noch bis zum kommenden Sonntag gut erholen und freue mich auf einen spannenden Tag mit einem genialen Publikum!:)

Bis bald und lg aus der Höhe!

Andi

 

 

 

 

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Challenge Rimini – 2.Platz

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Hallo Zusammen!

Vergangenen Sonntag habe ich meinen ersten Half Ironman bei der Challenge Rimini gefinisht. Nachdem ich seit Jänner immer konstant und ohne Probleme trainieren konnte, war Rimini meine erste Standortbestimmung. Ich habe ja seit November 2013 mein Training selbst übernommen und plane nun alle Einheiten und Jahrespläne selbst. Nur im Schwimmen hilft mir Clemens Weiss vom Schwimmclub in Salzburg mit seinem großen Fachwissen, wofür ich sehr dankbar bin!

Viele haben mir natürlich gleich ihre Zweifel mitteilen müssen, dass es nicht möglich ist sich selbst zu trainieren. Doch ich habe gemerkt wie gut es mir tut, meine eigenen Trainingsideen umzusetzen und auch geistig mehr gefordert zu sein. Seither bin ich nicht mehr verletzt und habe wieder Spass am Sport.

Trotzdem war die Anspannung natürlich groß, ob ich den richtigen Weg eingeschlagen habe und letztendlich kann das nur der Vergleich mit anderen Sportlern zeigen, genannt der Wettkampf:)

Für Rimini hatte ich nur das Ziel ein solides Rennen zu zeigen und ohne Probleme ins Ziel zu kommen. Ich dachte nach nur fünf Monaten Training für die Langdistanz und der längeren Zwangspause im letzten Jahr, wäre alles andere utopisch.

Doch ich habe einen sehr guten Tag erwischt und hatte gleich ab dem Schwimmen ein gutes Gefühl. Es fiel mir nicht schwer, in der Führungsgruppe zu schwimmen und nach einem soliden Wechsel ging es schon auf mein Cervelo P5.

Der Radkurs mit 1200HM gefiel mir gut und war so richtig typisch italienisch, von einem kleinen Dorf ins nächste! Es formierte sich auf den ersten 25km eine 15 Mann Gruppe und nachdem ich bei km 10 kurz in Führung war, versuchte ich mich gut zu pacen und fuhr bis zum ersten längeren Anstieg an Platz 2 mit 10m Abstand.

Am 4km lange Anstieg versuchte ich dann immer um die 350 Watt zu fahren, um nicht zu viel Kraft zu vergeuden. Die anderen Sportler hatten einen anderen Plan und so lies ich die Hälfte der Gruppe ziehen.

Am Rückweg nach Rimini waren dann meine Beine gut und ich konnte gemeinsam mit dem Italiener Cigana wieder viele einsammeln. Lieder hatte ich dann 5km vor dem Wechsel einen Sturz und verlor somit wieder den Anschluss zur Spitze, vorne Weg der spätere Sieger Passuelli, ein ehemaliger Rad Profi der an dem Tag bärenstark war!

Als Siebter ging es dann auf die Laufstrecke und ich wollte einfach einen soliden Halbmarathon laufen, weil ich in der Disziplin noch am wenigsten trainiert hatte. Mein Tempo war aber anscheinend nicht so langsam und so konnte ich zuerst den starken Deutschen Nils Frommhold (Gewinner Ironman Südafrika 2014) und später auch den Vizeweltmeister Terrenzo Bozzone einsammeln.

Auf dem letzten 2km war ich dann schon auf Platz vier und hatte Europameister Ritchie Nicholls aus England im Blickfeld. Meine Energie Reserven waren noch ganz gut und so konnte ich auch noch ihn stehen lassen und lief völlig überrascht und glücklich auf dem zweiten Platz ins Ziel.

Es war eine geniale Stimmung und ich bin froh die Reise nach Italien gemacht zu haben und auch dass so ein tolles Starterfeld vor Ort war. Es ist auch genial mit so vielen Age Groupern zu starten, viele von Ihnen haben mich trotz eigenem Kampf unterm Laufen angefeuert – DANKE!

Natürlich wird es jetzt nicht so weiter gehen und es kommen wieder schlechtere Rennen, aber ich bin auf dem richtigen Weg! Mein nächstes Rennen wird der Ironman 70.3 St.Pölten sein. Ich hoffe ich erhole mich bis dahin noch, denn ich eine Woche nach Rimini immer noch muskulär kaputt und ich glaube dass mir einfach noch das nötige Training abgeht, um öfter starten zu können!

Das nächste große Ziel wird aber der Ironman in Klagenfurt sein, keep on training:)

So kann es weiter gehen und ich freue mich auf alles das kommt!

LG Andi

 

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Portugal war eine Reise wert!

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Hallo zusammen!

Nach einem tollen Trainingscamp in Stellenbosch im Februar konnte ich mich zu Hause gut regenerieren und mit der nötigen Frische in den nächsten Arbeitsblock gehen.
Dazu bin ich mit meinem belgischen Kumpel Bart (Aernouts) nach Monte Gordo/Portugal geflogen. Bart und ich sind gute Freunde und wir haben ziemlich den gleichen Rhythmus im Tagesablauf bzw. die selbe Trainingsphilosphie. So war es uns möglich, die optimalen Bedingungen in Monte Gordo bestens nutzen und ich konnte mich wieder einen Schritt vorwärts entwickeln. Es wird bestimmt nicht mein letzter Besuch in Monte Gordo sein, mit den endlosen autofreien Bergen, Lauftrails, 50-Meter-Becken, usw. Darüber hinaus habe ich selten so freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen, wie in diesem kleinen Bergdörfchen, die Portugiesen haben mich überzeugt 🙂

Nach meiner Rückkehr aus Portugal habe ich dann vergangene Woche gleich noch eine harte 35-Stunden-Woche in Salzburg angehängt. Alles zusammen habe ich wahrscheinlich noch nie so gut trainiert wie im Moment, aber noch sind fast keine Intensitäten dabei!
Nachdem ich 2013 viel Training verpasst habe, konnte ich mich nicht auf den alten Grundlagen ausruhen. Ich wollte einen langen, gesunden Winter mit vielen Grundlagen-Kilometern und einen Trainingsplan mit viel Hausverstand. Keine großen Steigerungen, sondern Schritt für Schritt mehr Volumen mit einem sehr regelmäßigen Krafttraining als Basis, frei nach dem Motto: “Consistency is everything!”.
Es scheint fast wie damals, 2010, während meines langen Australien-Aufenthalts. Damals hatte ich ein geniales Jahr in der ITU Serie mit einem 16. Platz bei der Sprint-Weltmeisterschaft und einem 15. Platz beim WCS Finale.
Der Unterschied ist nur, dass mein Rennkalender nun etwas anders ausschaut und die Distanzen sich mindestens verdoppelt haben 🙂

Meinen nächsten Wettkampf werde ich bei der Challenge Rimini am 11. Mai bestreiten. Dort geht es vor allem um eine Standortbestimmung, um zu sehen, wie ich mein Training weiter anpassen muss. Ich freue mich nach vielen Jahren wieder ein Rennen in Italien zu bestreiten!

Haltet mir die Daumen!

 

Unten habe ich noch einige Bilder angehängt aus der letzten Zeit:

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LG Andi

 

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Trainingscamp Stellenbosch

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Hallo Zusammen!

Nach insgesamt fünf Wochen in Stellenbosch/Südafrika, bin ich wieder zuhause in Salzburg. Ich hatte mein wohl bisher bestes Trainingslager überhaupt und es ist nicht oft, dass wirklich mal alles passt! Wir hatten tolle klimatische Bedingungen, einen tollen neuen Pool, gute Trails, eine gute Laufbahn, gute Stimmung, viel Motivation, positive Energie, geile Radausfahrten, viel Training (30h im Schnitt), viel Spass, viel Schweißverlust, viel gesundes Essen, zuviel Wein, viel Natur, gute Leute, den besten Gym der Welt und nicht zuletzt hatte ich mit Bart (Aernouts) und Will (Clarke) zwei tolle Trainingspartner!

Insgesamt konnte ich mich wieder weiter entwickeln und meinen ersten richtigen Umfang Block auf dem Rad absolvieren. Es wird noch etwas dauern um meine Topform zu erreichen, aber es freut mich dass es jetzt schon so gut läuft!

Die kommenden Wochen werde ich zuhause trainieren, bevor ich dann Ende März wieder auf Trainingslager fliege.  

Bilder sagen oft mehr als Worte:

(train yourself ugly:)

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Kein guter Tag beim Ironman 70.3 East London, aber viele wichtige Erfahrungen gesammelt!

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Bereits vor dem Start war klar, dass der Start in East London noch sehr früh kommt, aber ein guter Wettkampf ist um wichtige Erfahrungen für kommende Aufgaben zu sammeln.

Der Auftakt im Schwimmen lief noch nach Plan und Giglmayr konnte als Sechster, mit geringem Abstand zur Spitze aus dem Wasser steigen. Auch wenn die Vorleistungen im Training deutlich besser waren, konnte Andi noch in Schlagdistanz zu den Topleuten bleiben, bzw. viele Favoriten distanzieren.

Das Radfahren lief dann zu Beginn nach Plan, auch wenn Andi sich alles andere als gut an diesem heutigen Tag gefühlt hat. Leider hat er dann noch dazu seine Ernährung sehr früh verloren und  fuhr sich dann etwas wie man in der Triathlon Sprache sagt „gegen die Wand“.

In weiterer Folge kämpfte er noch nach seinen derzeitigen Möglichkeiten bis zum Laufen und musste dann aber leider das Rennen nach 11km entkräftet vorzeitig beenden.

Statement von Andi:

„Heute war leider nicht mein bester Tag und ich hätte das Rennen gerne ins Ziel gebracht. Leider lief die Aufnahme meiner Ernährung nicht nach Plan, aber ich hatte auch nicht die besten Beine.

Das Rennen war immer für mich zum Lernen gedacht und ich kann sehr viel gute Erfahrungen mitnehmen, um bei den wichtigen europäischen Rennen ohne Ausreden eine tolle Leistung zeigen zu können. Ich kenne  jetzt die Abläufe und habe auch gesehen wie meine Konkurrenz solche Rennen gestaltet, das wird mir in meiner Vorbereitung sehr viel helfen.

Natürlich will ich immer meine Rennen beenden, aber heute wäre es nicht sehr sinnvoll gewesen, mich komplett in ein Loch zu fahren, bzw laufen. Beim Laufen war ich einfach so leer, dass ich nur mehr locker laufen konnte. Wichtig ist jetzt, dass ich mich schnell erhole und ich freue mich schon auf die kommenden fünf Wochen Trainingslager in Stellenbosch/Südafrika, wo ich mit tollen int. Trainingspartner gute Vergleichsmöglichkeiten habe

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