Geduld

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“GEDULD IST DAS VETRAUEN, DASS ALLES KOMMT, WENN DIE ZEIT DAFÜR REIF IST.” Es gibt viele dieser Sprichwörter, aber als Leistungssportler ist das oft noch etwas schwieriger, vor allem wenn die Saison in Europa im vollen Gange ist!

Seit knapp drei Wochen pausiere ich nun mit dem Training und muss mich nach Problemen mit meiner Lunge gedulden. Zum ersten Mal hatte ich zu Weihnachten Probleme, als mich eine Lungenentzündung niedergestreckt hatte. Bis dahin ist alles perfekt gelaufen und ich wollte früh mit der Saison beginnen. Nach einigen Wochen war ich wieder im Training und steigerte langsam, um nichts zu übertreiben. Es hat sich dann alles auch wieder sehr schnell gut angefühlt und es lief gut. Ich habe in Aerodynamik Tests auf der Bahn investiert und konnte eine deutlich bessere Position auf meinem Rad finden. Zusätzlich habe ich auch noch härter am Rad trainiert, wodurch meine Form am Rad schon im Februar so gut wie noch nie war. Das Laufen und Schwimmen klappte auch super und so war meine Zuversicht sehr groß.

Leider bekam ich dann kurz vor Ostern erneut eine Bronchitis und war etwas verunsichert, da ich zuvor schon seit Jahren keine Probleme mehr mit den Bronchien hatte. Ich war bald wieder fit genug um zu trainieren, aber fühlte mich nie 100% fit. Ich habe dann einen Arzt konsultiert, wurde aber leider nicht ernst genug genommen. Zu oft habe ich schon gehört, “ihr Triathleten trainiert zu viel, mach mal Pause”. Erstens nicht so leicht wenn es dein Beruf ist, zweitens habe ich als Physio und Leistungssportler ein sehr gutes Gefühl für meinen Körper und merke schnell wenn etwas nicht in Ordnung ist.

Trotz der Probleme bin ich dann Anfang Juni beim Ironman 70.3 in Rapperwil am Start gewesen, was rückblickend nicht sehr gut war. Am Ende bin ich zwar auf dem 8.Platz ins Ziel gekommen, aber weit unter meinen Möglichkeiten geschlagen und mit riesigen Problemen. Bereits nach dem Schwimmen wo ich noch auf Rang 4 aus dem Wasser gestiegen bin, war mir im Wechselzelt so schwindelig, dass ich nicht aus dem Neo gekommen bin und viel Zeit verloren hatte. Dazu war meine Atmung stark eingeschränkt, was mit der Dauer des Rennen im schlimmer geworden ist. Das Laufen war dann ein Kampf und ich begann zu hyperventilieren, was erst eine Stunde nach dem Rennen besser wurde. Die Woche nach dem Rennen war dann ziemlich erschreckend, denn ich konnte seit dem Rennen nicht mehr ohne Pause sprechen oder Treppe steigen, weil ich so außer Atem war. Nach genaueren Untersuchungen beim Lungenarzt und bei einer tollen Sportärztin, war es dann schnell klar, dass ich erstmal Pause brauche und alles ausheilen muss.

Somit sind meine Rennpläne in dieser Saison erstmal auf Eis gelegt und ich muss abwarten, bis sich wieder alles normalisiert. Ich weiß im Moment nicht wie lange meine vollständige Genesung dauert, aber es wird schön langsam besser und ich hoffe es ist bald wieder so gut, dass ich mir Gedanken über den Rest der Saison machen kann!

Ich versuche die Pause zu nutzen um an Schwächen zu arbeiten und versuche mich mit meinem Studium etwas ab zu lenken. Dazu habe ich noch ein tolles Photoshooting mit Castelli gehabt und war zu Gast beim Ironman Austria, wo ich für den Veranstalter und meine Sponsoren gearbeitet habe, bzw. die Ironman Sportler angefeuert habe.

Ich halte euch auf dem Laufenden und bin überzeugt, dass ich bald wieder im Sattel bin!!

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One Response to Geduld

  1. Viky says:

    Ich wünsche dir eine gute und schnelle Genesung. Lungenprobleme sind natürlich überhaupt nicht fein, ich persönlich hatte selbst Probleme damit letztes Jahr.

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