Kitz + Euros Racing update:

Hallo Zusammen!

Mit einer Woche Verspätung kommt nun endlich mein update zu den vergangenen drei Wochen. Nach einem Grundlagenblock in Davos und einigen schnelleren Einheiten, war es wieder Zeit in den Rennanzug zu schlüpfen.

Meine Form war und ist noch nicht am Höhepunkt, aber ich konnte mit einem guten Gefühl nach Kitzbühel reisen. Wir haben wieder einige Schritte nach vorne gemacht und vor allem im Laufen geht es aufwärts. Ich muss geduldig bleiben und zwischen den Rennen hart trainieren, dann werde ich mich von Rennblock zu Rennblock steigern.

Kitzbühel ist immer ein spezielles Rennen, ich liebe es daheim zu starten und gleichzeitig ist es auch ein stressiges Wochenende im positiven Sinn. Ich werde wohl an keinem anderen Rennwochenende so oft gefragt wie es geht und um ehrlich zu sein, tut diese Aufmerksamkeit manchmal gut und motiviert mich unheimlich!

Das Rennen hat dann gut für mich begonnen und ich konnte fast wie gewohnt im vorderen Drittel aus dem Wasser kommen. Dieses mal waren es 18sec zum schnellsten Schwimmer Brownlee. Leider hatte ich Schwierigkeiten aus dem Anzug zu kommen und so habe ich um unglaubliche 16sec langsamer als der Rest des Feldes gewechselt. Ich konnte es kaum glauben, aber habe versucht cool zu bleiben. Anstatt in der ersten Gruppe, war ich nun am Beginn in der Dritten. Nach zwei schnellen Runden am Rad waren im Feld und von da an fuhr ich ein tolles Rennen.

Der zweite Wechsel war dann wieder gut und ich konnte mit der Spitz rauslaufen. In meiner Gruppe mit fünf Leuten ging es dann um den 16ten Platz. 500m vor dem Ziel hatte ich einen guten Rythmus und zur 180 Grad Wende hatte ich kein Problem nach vorne zu kommen. Allerdings aus der Wende raus haben mir beim beschleunigen die Waden zu gemacht und ich konnte nicht mehr folgen. Das war ärgerlich, denn ich verlor dann den Sprint und wurde 23igster mit nur 15sec Rückstand zu Stu Hayes auf Platz 13en.

Trotzdem war ich happy mit meinem Rennen, denn ich habe gelernt nicht nur auf die Platzierung zu achten, sondern vielmehr auf die Leistung und den Prozess. Das vermehrte Laufen in den letzten Wochen und die veränderte Technik, haben sich nun erstmals bemerkbar gemacht.

Vielen Dank an Alle die mich vorm Fernseher und vor allem live im Regen angefeuert haben, ihr seit großartig und habt mir viel Freude bereitet!:)

Nach dem Rennen gab es aber nicht viel Zeit zur Erholung, denn es stand die Europameisterschaft in Pontevedra am Programm. Nachdem es in Kitz extrem kalt gewesen ist, war die Temperatur in Spanien das Gegenteil.

Am Renntag hatte es 43 Grad und es war ein verrücktes Rennen. Pontevedra ist die Heimat von Champion Javier Gomez Noya und ich glaube es war die ganze Stadt beim Herrenrennen an der Strecke. Ich hatte vor dem Rennen mit einigen Problemen zu kämpfen, aber bis zum Rennen ging es wieder und war wieder alles möglich.

Auch an diesem Tag konnte ich wieder ein solides Schwimmen zeigen und war schnell in einer 25 Mann Spitz mit allen Favoriten. In der dritten Runde hatte Brownlee einen Defekt und musste das Hinterrad wechseln. Anstatt am Gas zu bleiben, war plötzlich die Luft raus und wir haben fast angefangen auf ihn zu warten. Die nächste Gruppe war bereits 1:30min zwischenzeitlich zurück und nun wurde nicht mehr gefahren. Ich konnte es kaum glauben, hielt mich aber aber meine Vorgaben und blieb ruhig. Die Verfolger um Brownlee konnten dann innerhalb zwei Runden den Rückstand zufahren und so wurde wir ein enorm großes Feld.

Vor dem Wechsel wurde das Tempo dann enorm hoch, aber ich konnte mich ganz vorne im England “Sprintzug” einreihen. Auf der ersten Laufrunde habe ich mich dann bewusst zurück gehalten und ließ mich auf etwa Platz 20ig zurückfallen, aber knapp hinter Top 10. Ich wusste dass viele zu schnell starten und es war auch so laut durch die Zuschauer, dass ich nicht mal mehr meinen Atem hören konnte, was das Pacen noch schwieriger macht.

Leider hatte ich schon unter dem Radfahren Probleme mit dem Magen und konnte mein Sportgetränk einfach nicht absorbieren. Es schwappte richtig im Magen und ab dem ersten Laufmeter wurde es immer schlimmer. Nach dem Anstieg in Runde drei war ich bereits auf Platz 15, die Atmung super und die Beine toll. Allerdings ging es dann einen KM immer leicht bergab und nun streikte mein Magen völlig.

Ich habe so starke Krämpfe bekommen, dass ich das Tempo drosseln musste. Bei km 7, am Ende des Berges war dann Endstation und ich musste dringend auf die Toilette abbiegen. man könnte sagen nah dran an den Top 10 und doch vorbei! An diesem Tag wären die Top 10 zum ersten mal drin gewesen, aber hätte und wäre gibt es nicht und das wäre auch unfair zu behaupten.

Wir sind noch dabei herauszufinden woran es gelegen hat, wenn das überhaupt so genau zu sagen ist. Ich bin nun wieder in Davos und absolviere gerade einen riesen Block für die Rennen im August. Zwischendurch mache ich noch Hamburg, allerdings will der Coach kein Tapern dafür machen, das wird interessant:)!

(Mehr Bilder folgen in Kürze)

Haltet mir die Daumen!

Andi

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