LANGDISTANZCOMEBACK ENDET FRÜHZEITIG

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Das Comeback von Andreas Giglmayr nach zweijähriger Langdistanzabstinenz endete nicht wie erhofft. Der Salzburger musste nach starkem Schwimmen (Rang 4) und deutlich verbesserter Radleistung beim Laufen Tribut für die harte Pace auf dem flachen Radkurs zollen:
Es war beinhart, ich bin am Rad mehr als 30 Watt im Schnitt über meiner letzten Ironman-Performance in Klagenfurt gelegen“ so Giglmayr nach der ersten kurzen Analyse des Rennen´s. „Mit meinen 63 kg war ich gegen die schweren Jungs auf diesem flachen Kurs jedoch ohne Chance und hatte doch schon einigen Rückstand als ich in die zweite Wechselzone kam. Da die wichtigen Punkteränge zu diesem Zeitpunkt bereits in weite Ferne gerückt waren, entschied ich mich für eine sagen wir mal Vernunfts-Aufgabe. Da ich leider nicht jedes Wochenende einen Ironman machen kann, muss ich mit meinen Kräften haushalten und hab mich daher zu einem frühzeitigen Ausstieg aus dem Rennen entschlossen. Jetzt heißt es kurz in die Regeneration um anschließend das nächste Rennen zu planen.
Die letzten Trainingsauswertungen und das Ergebnis in Zell am See deuten auf eine starke 70.3-Form von Andreas hin“ so der Trainer von Giglmayr „diese gilt es in den kommenden Wochen weiter auf die Langdistanz umzulegen und dabei die Pace nicht zu verlieren.“

 

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GIGLMAYR MELDET SICH MIT RANG ZWEI ZURÜCK

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Andreas Giglmayr krönt sein Comeback von der Bildungsauszeit mit einem zweiten Platz beim Ironman 70.3 Zell am See/Kaprun. Der Salzburger zeigt mit diesem Ergebnis einmal mehr, dass er zur Weltspitze im Mittel- und Langdistanztriathlon gehört.
Der Wettkampf war eigentlich als Standortbestimmung für den Hawaii-Qualifikationszyklus 2018 gedacht. Dass es gleich so gut klappt und ich mich bei diesem sehr starken Starterfeld auf dem zweiten Rang wieder finde, stimmt mich sehr zuversichtlich für die kommenden Rennen und zeigt mir auch, dass wir mit meinem Team auf dem absolut richtigen Weg sind“ so Giglmayr in einer ersten Stellungnahme.
 
Der Olympiateilnehmer von London 2012 stieg mit der Spitzengruppe aus dem Zeller See, fuhr auf der sehr selektiven Radstrecke, die unter anderem über den 1290 Meter hohen Filzensattel führte, ein kontrolliertes Rennen ohne dabei die hohe Pace der beiden Spitzenreiter Nils Frommhold und Boris Stein (beide GER) mitzugehen.
Ich wollte mich am Rad nicht völlig zerstören und als ich dann beim Laufen die Zwischenzeiten und Rückstände hörte, sah wie mir meine beiden Begleiter Adrian Haller (SUI) und Michael Van Cleven (BEL) nicht mehr folgen konnten und merkte, dass ich den Nils vielleicht sogar noch abfangen kann, war ich in meiner Taktik bestätigt“ so Giglmayr weiter. „Ein so wichtiges Rennen im eigenen Bundesland vor den vielen heimischen Fans zu gewinnen freut mich natürlich besonders und gibt mir sehr viel Motivation für den Ironman Italien, der bereits in vier Wochen als nächstes Rennen auf dem Programm steht.
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Zurück aus der Bildungskarenz

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Der Salzburger Andreas Giglmayr gibt, nach dem Abschluss seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten Ende Juli, beim Ironman 70.3 Zell am See/Kaprun sein offizielles Comeback im Triathlon-Wettkampfsport. Für Giglmayr ist das Heimrennen ein sehr willkommener Formtest für die bevorstehenden Langdistanzen im Herbst diesen Jahres. „Das Rennen in Zell am See kommt mir sehr gelegen. Erstens ist es sozusgen mein Heimrennen in dem Bundesland in dem ich geboren bin, und zweitens ist es enorm gut besetzt und zeigt mir wo ich nach meiner Bildungsauszeit im Vergleich zur absoluten Weltspitze auf der Distanz stehe.“ Neben den deutschen Topstarts Nils Frommhold, Andi Dreitz und Boris Stein wird Giglmayr mit Startnummer 4 am Sonntag, den 27. August 2017 als Lokalmatadort ins Rennen gehen. Neben den Deutschen Favoriten gibt es mit Ritchie Nicholls (GBR), Ivan Rana (ESP) sowie Alberto Casadei (ITA) einige weitere Anwärter auf das Podium.

„Ich werde alles geben und mich nicht verstecken, das ist nicht mein Ding. Mal sehen was in diesem Top-Starterfeld dann unter dem Strich dabei rauskommt – aber Top5 wäre mein Ziel“ so Giglmayr auf die Frage nach seinen Erwartungen.

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Onwards and upwards!

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(Go hard or go home! Regelmäßige Leistungstests sind Teil des neuen Training.)

Seit meinem letzten nicht so erfreulichen Eintrag, den ganzen Fragezeichen über den weiteren Verlauf meiner Lungenprobleme und der Saison hat sich neues getan. Den Lungenproblemen hat sich der Internist und selbst Triathlet Dr. Mahdi Sareban angenommen. Nach umfangreichen Untersuchungen und Ausschluss ernsthafter Erkrankungen konnte er die Diagnose eines „hyperreagiblen Bronchialsystems“ sichern. Die Beschwerden kamen am ehesten durch eine Kombination durch die zurückliegenden Infekte der Bronchien im Winter, das Chlor im Schwimmbecken, hohe Beanspruchung der Lungen während intensiven Belastungen und im Zuge der ganzen Arztbesuche verschriebenen Inhalationsmedikamente. Nach Absetzen dieser Medikamente und durch Mahdi geleitetem langsamen Trainingsaufbau konnte ich rasch beschwerdefrei trainieren. Als Wissenschaftler und mit seiner 20 jähriger Erfahrung im Ausdauersport (Halbmarathon Bestzeit 1:09, IM-Bestzeit: 09:44) konnte er jede einzelne Einheit für mich schlüssig begründen, so dass ich ihn bat bis zum Ende der Saison die Trainingsplanung weiter zu übernehmen. Als Herbst-Ziel suchten wir uns das 70.3 Challenge Rennen in Sardinien aus und als Trainingsrennen die Eddy-Merckx Classics und die Halbmarathon-Staatsmeisterschaften in Salzburg. Neu war im Training, dass es für jede Radeinheit klare Wattvorgaben basierend auf einer Laktat-Leistungsdiagnostik gab. Harte Laufeinheiten machte ich großteils auf der Bahn mit Mahdi als Tempomacher. Schwimmtraining weiterhin mit Clemens und um meinen Muskel/Sehnen Apparat kümmerten sich wie gehabt Thomas und Anna. Da ich die letzten Jahre mein Training selbst geplant hatte, vieles ganz gut, aber einiges auch besser hätte laufen können, empfang ich es als Erleichterung diese Aufgabe abzugeben. Da ich mich körperlich von Woche zu Woche auch besser fühlte, stieg mein Vertrauen in die Trainingsgestaltung. Bei den Eddy-Merckx Classics konnte ich über die 169km problemlos mit der Spitze mithalten und rollte mit einer guten Minute Rückstand auf den Sieger als 20. durchs Ziel. Höher war schon das Ziel bei den Halbmarathon Staatsmeisterschaften und die Ansage von Mahdi recht eindeutig, 1:09. Am Ende stand eine 1:10:21 auf der Uhr, zwar nicht ganz das was wir uns vorgenommen hatten, aber die Formkurve für Sardinien war vielversprechend. Mir war klar, dass wenn ich die Trainingsleistungen umsetzen kann, eine Top-Platzierung möglich ist und entsprechend hoch waren die Erwartungen. Was für mich neu war: für die Radstrecke gab es detaillierte Wattvorgaben angepasst an das Streckenprofil und noch detailliertere für die Laufstrecke, nämlich schnellste Laufzeit. Angesichts der Konkurrenz mit Molinari, Degasperi, Hemeryck, Stein, Ospaly keine einfache Aufgabe.

Schwimmen war solide und ich kam trotz der reduzierten Schwimmumfänge als 8. aus dem Wasser. Was mich in der Wechselzone erwartete war unerfreulich: ein platter Hinterreifen. Da ich nichts zum Schlauchwechseln hatte, dauerte es knapp 20min bis ich Unterstützung bekam und die Wechselzone verlassen konnte. Auf der anspruchsvollen Radstrecke konnte ich die Vorgaben (normalisierten Wattleistung: 290 W) punktgenau umsetzen. Beim Laufen ging ich für eine Zeit von 1:13 an und konnte das Tempo bis zum Ende halten. Und es reichte für die schnellste Laufzeit. Auch wenn der platte Reifen die angestrebte Top-Platzierung verhinderte bin ich glücklich über die Leistung. Wenn ich an die Probleme in der ersten Jahreshälfte denke, dann auch ein Gefühl von Erleichterung wieder mit der Spitze mithalten zu können.

In den letzten zwei off-season Wochen widmeten wir uns auch der Planung für das nächste Jahr. Aber Die Reise geht klar in Richung Kona 2018. Dafür heisst es ab Mitte nächsten Jahres Punkte und weitere Langdistanz-Erfahrung sammeln.

Ich halte euch am laufenden.

Euer Andi

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Easy tourist ride after the race:)img_8447

Off season hiking!img_8544

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Geduld

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“GEDULD IST DAS VETRAUEN, DASS ALLES KOMMT, WENN DIE ZEIT DAFÜR REIF IST.” Es gibt viele dieser Sprichwörter, aber als Leistungssportler ist das oft noch etwas schwieriger, vor allem wenn die Saison in Europa im vollen Gange ist!

Seit knapp drei Wochen pausiere ich nun mit dem Training und muss mich nach Problemen mit meiner Lunge gedulden. Zum ersten Mal hatte ich zu Weihnachten Probleme, als mich eine Lungenentzündung niedergestreckt hatte. Bis dahin ist alles perfekt gelaufen und ich wollte früh mit der Saison beginnen. Nach einigen Wochen war ich wieder im Training und steigerte langsam, um nichts zu übertreiben. Es hat sich dann alles auch wieder sehr schnell gut angefühlt und es lief gut. Ich habe in Aerodynamik Tests auf der Bahn investiert und konnte eine deutlich bessere Position auf meinem Rad finden. Zusätzlich habe ich auch noch härter am Rad trainiert, wodurch meine Form am Rad schon im Februar so gut wie noch nie war. Das Laufen und Schwimmen klappte auch super und so war meine Zuversicht sehr groß.

Leider bekam ich dann kurz vor Ostern erneut eine Bronchitis und war etwas verunsichert, da ich zuvor schon seit Jahren keine Probleme mehr mit den Bronchien hatte. Ich war bald wieder fit genug um zu trainieren, aber fühlte mich nie 100% fit. Ich habe dann einen Arzt konsultiert, wurde aber leider nicht ernst genug genommen. Zu oft habe ich schon gehört, “ihr Triathleten trainiert zu viel, mach mal Pause”. Erstens nicht so leicht wenn es dein Beruf ist, zweitens habe ich als Physio und Leistungssportler ein sehr gutes Gefühl für meinen Körper und merke schnell wenn etwas nicht in Ordnung ist.

Trotz der Probleme bin ich dann Anfang Juni beim Ironman 70.3 in Rapperwil am Start gewesen, was rückblickend nicht sehr gut war. Am Ende bin ich zwar auf dem 8.Platz ins Ziel gekommen, aber weit unter meinen Möglichkeiten geschlagen und mit riesigen Problemen. Bereits nach dem Schwimmen wo ich noch auf Rang 4 aus dem Wasser gestiegen bin, war mir im Wechselzelt so schwindelig, dass ich nicht aus dem Neo gekommen bin und viel Zeit verloren hatte. Dazu war meine Atmung stark eingeschränkt, was mit der Dauer des Rennen im schlimmer geworden ist. Das Laufen war dann ein Kampf und ich begann zu hyperventilieren, was erst eine Stunde nach dem Rennen besser wurde. Die Woche nach dem Rennen war dann ziemlich erschreckend, denn ich konnte seit dem Rennen nicht mehr ohne Pause sprechen oder Treppe steigen, weil ich so außer Atem war. Nach genaueren Untersuchungen beim Lungenarzt und bei einer tollen Sportärztin, war es dann schnell klar, dass ich erstmal Pause brauche und alles ausheilen muss.

Somit sind meine Rennpläne in dieser Saison erstmal auf Eis gelegt und ich muss abwarten, bis sich wieder alles normalisiert. Ich weiß im Moment nicht wie lange meine vollständige Genesung dauert, aber es wird schön langsam besser und ich hoffe es ist bald wieder so gut, dass ich mir Gedanken über den Rest der Saison machen kann!

Ich versuche die Pause zu nutzen um an Schwächen zu arbeiten und versuche mich mit meinem Studium etwas ab zu lenken. Dazu habe ich noch ein tolles Photoshooting mit Castelli gehabt und war zu Gast beim Ironman Austria, wo ich für den Veranstalter und meine Sponsoren gearbeitet habe, bzw. die Ironman Sportler angefeuert habe.

Ich halte euch auf dem Laufenden und bin überzeugt, dass ich bald wieder im Sattel bin!!

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