Ironman 70.3 Barcelona

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(Bild Ingo Kutsche for Castelli)

Heute war ich beim Ironman 70.3 Barcelona am Start. Das Feld war mit Gomez, Aernouts, McNamee,…. top besetzt und der bergige Kurs ermöglichte ein sehr faires Rennen.

Nachdem ich knapp zwei Wochen krank in Texas war und Antibiotika nehmen musste, konnte ich im Anschluss zuhause 2 1/2 sehr solide Wochen trainieren und an meiner Form arbeiten. Ich wusste vor dem Rennen dass ich noch nicht 100% in Form bin, aber ich war sehr gespannt wo ich stehe.

Das Schwimmen hat dann wieder ganz gut geklappt, allerdings habe ich nicht gesehen, dass hinter Gomez noch zwei weitere Athleten waren. Ich konnte relativ kontrolliert in meiner Gruppe zwischen Platz vier und acht schwimmen und war mit den Gedanken schon am Radkurs.

Die sehr technische Strecke hatte auch einige Schlaglöcher und so verlor ich gleich nach der Wechselzone zum ersten Mal meine Verpflegung und leider nicht zum letzten Mal. Beim ersten Mal bin ich noch umgedreht, aber beim zweiten Mal in voller Fahrt nach 4km, bin ich weiter gefahren.

Leider war das nicht die letzte Panne und so ist mir zweimal die Kette runter gefallen und ich musste anhalten um sie wieder zwischen Zahnkranz und Trettlager zu entfernen. Sehr ärgerlich, denn das Ganze passierte am Fuße des langen Anstiegs, wo ich meine Karten ausspielen wollte. Nach meinem Zwangsstop bin ich dann auch sehr stark den Berg hoch gefahren und konnte meine ursprünglichen Begleiter wieder einholen. Allerdings “nur” wieder einholen und nicht los werden wie geplant.

Die restliche Strecke war dann stark wechselndes Tempo und ich habe versucht den Rückstand nach vorne gering zu halten, bzw. mein eigenes Rennen zu fahren. Insgesamt war ich mit der Radleistung sehr zufrieden, was die Radzeit leider durch die Missgeschicke nicht ganz widerspiegelt.

Der Lauf war dann mit 1:16h auf einem langsamen Kurs solide, aber da ist noch Luft nach oben, vor allem mit ausreichender Verpflegung am Rad. Der siebte Platz am Ende war ein guter Einstieg in die Saison und ich freue mich auf die kommenden Rennen.

Vielen Dank noch an Thomas Bamberger für die tolle Betreuung am Wochenende vor, während und nach dem Rennen! Einfach genial und hat auch viel Spaß gemacht!!!

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Planänderung

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(picture copyright by Scott Flathouse)

Kein Start beim Ironman Texas – Vor zwei Wochen musste ich bei meinem ersten Rennen der Saison, dem Ironman 70.3 Galveston, aufgrund einer Unterkühlung (bei für Texas ungewöhnlichen 5 Grad Außentemperatur) nach dem Radfahren aufgeben. Ich war nach dem Rennen trotzdem guter Dinge, denn meine Schwimmleistung war nach der knappen Anreise sehr gut und ich habe mich auf den ersten paar Kilometer der Radstrecke noch ganz ordentlich gehalten. Leider waren die Umstände etwas zu viel für mein Immunsystem und ein grippaler Infekt war die Folge. Nachdem es nach knapp 10 Tagen ohne richtigem Training noch immer nicht ganz gesund war, haben mein Coach Faris AlSultan und ich beschlossen, dass es besser ist nach Hause zu fliegen und den Infekt auszukurieren.

Eine Langdistanz fordert einem Triathleten Alles ab und es wäre respektlos meinem Körper gegenüber, nicht ganz gesund an den Start zu gehen.

Das war natürlich nicht unser A-Plan, aber es ist auch kein Beinbruch, denn die Saison ist noch lange und es kommen noch genug Rennen. Nun heißt es so schnell wie möglich fit zu werden und dann das schöne Wetter zuhause für gutes Training zu nützen.

Vielen Dank an mein Homestay in den Woodlands, der Familie Gibbons, wo ich mich wie Zuhause gefühlt habe. Thanks a lot!:)

 

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Der “Winterschlaf” geht zu Ende

Faris und ich

(Training mit Faris auf Lanzarote)

Man darf sich vom Titel dieses Blog Eintrag und auch von den mangelnden Neuigkeiten seit Oktober nicht täuschen lassen! Es tut sich etwas, sogar sehr viel! Nach dem Abschluss meines Physiotherapiestudiums letzten Juli, darf ich mich nun nicht nur Andreas Giglmayr, BSc. Physiotherapeut nennen, sondern habe nun auch wieder den vollen Fokus auf den Sport. Das ist auch nötig. Ich habe nach der für mich sehr erfolgreichen letzten Saison mit meinem alten Trainer Mahdi Sareban den Entschluss gefasst, zu Faris AlSultan zu wechseln.

Diese Entscheidung habe ich allerdings nicht alleine getroffen. Gemeinsam mit Mahdi, der mir immer noch als hervorragender Sportmediziner mit Rat und Tat zur Seite steht und mit Thomas Bamberger, der mich nun schon seit vier Jahren als mein langjähriger Physiotherapeut betreut. Gemeinsam mit Anna Hettegger und Schwimmtrainer Clemens Weis habe ich somit immer die besten Leute in meiner Ecke, um mich fit und gesund zu halten. Ohne diese Unterstützung wäre der Leistungssport für mich nicht möglich. Alle zusammen ergeben ein geniales Team, auf das ich mich immer verlassen kann und eine sportliche Betreuung, wie ich sie mir früher als Nachwuchssportler und auch in Hinblick auf die Olympischen Spiele in London gewünscht hätte.

Mit Faris bin ich nicht erst in Kontakt seit er Patrick Lange zum Ironman Weltmeister gecoacht hat, sondern auch schon einige Jahre zuvor. Seine ehrliche Art und sein Auftreten in der Öffentlichkeit haben mir schon immer imponiert und seine Herangehensweise an das Training gefällt mir sehr. Als Sportler habe ich schon viel gesehen und brauche auch keinen Trainer mehr, der mir jeden Tag auf die Finger schaut.

Anders als in den letzten Jahren, wo ich fast den ganzen Winter zuhause war, konnte ich von Dezember bis März bereits drei Trainingslager absolvieren und wir basteln Schritt für Schritt an meiner Form. Nachdem ich die letzten Jahre sehr wenig Umfang trainiert habe, gilt es nun erstmal ruhige Kilometer, gespickt mit einigen HIIT Intervallen und sehr viel Krafttraining, zu absolvieren. Faris hat mich nun auch soweit gebracht, dass ich einige Kilo über den Winter zugelegt habe, um ein “richtiger” Langdistanz Athlet zu werden und um mehr Kraft und Substanz für die langen acht Stunden Rennen zu haben.

Da bin ich auch schon beim nächsten Stichwort – 8h Rennen

Mein Fokus wird heuer vor allem auf den Langdistanz Rennen liegen. Was mir auf dieser Distanz am meisten fehlt ist Erfahrung und ganz simpel Trainingsstunden. Letzteres kann ich nur selbst verbessern, indem wir schön langsam mehr Volumen draufpacken. Die Erfahrung kommt mit den Wettkämpfen und hoffentlich gibt mir Faris bei meinen kommenden Starts noch das ein oder andere wertvolle Detail mit auf den Weg!

Im Moment stehen bereits einige Rennen fest und mein erster Start wird bei den Nordamerikanischen Ironman Meisterschaften in Texas erfolgen. Der restliche Rennkalender folgt dann in den kommenden Wochen, wenn wir Alles fixiert haben.

Anbei sind noch ein paar Bilder:

Team

(Parents, Thomas, Anna, Mahdi, me:)

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(Trainingspartner im Jänner:  Niclas “Bocki” Bock und “Hell on Wheels” Thomas Hellriegel. Nach so vielen Jahren im Sport, ist es immer wieder schön neue Trainingspartner und nette Menschen kennen zu lernen.)

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(Bart Aernouts und ich auf Mallorca – heuer schon ingesamt fünf Wochen gemeinsam im Zimmer – da muss man sich verstehen:)

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(Krafttrainingscamp bei Faris in München – Muskelkater war vorprogrammiert)

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LANGDISTANZCOMEBACK ENDET FRÜHZEITIG

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Das Comeback von Andreas Giglmayr nach zweijähriger Langdistanzabstinenz endete nicht wie erhofft. Der Salzburger musste nach starkem Schwimmen (Rang 4) und deutlich verbesserter Radleistung beim Laufen Tribut für die harte Pace auf dem flachen Radkurs zollen:
Es war beinhart, ich bin am Rad mehr als 30 Watt im Schnitt über meiner letzten Ironman-Performance in Klagenfurt gelegen“ so Giglmayr nach der ersten kurzen Analyse des Rennen´s. „Mit meinen 63 kg war ich gegen die schweren Jungs auf diesem flachen Kurs jedoch ohne Chance und hatte doch schon einigen Rückstand als ich in die zweite Wechselzone kam. Da die wichtigen Punkteränge zu diesem Zeitpunkt bereits in weite Ferne gerückt waren, entschied ich mich für eine sagen wir mal Vernunfts-Aufgabe. Da ich leider nicht jedes Wochenende einen Ironman machen kann, muss ich mit meinen Kräften haushalten und hab mich daher zu einem frühzeitigen Ausstieg aus dem Rennen entschlossen. Jetzt heißt es kurz in die Regeneration um anschließend das nächste Rennen zu planen.
Die letzten Trainingsauswertungen und das Ergebnis in Zell am See deuten auf eine starke 70.3-Form von Andreas hin“ so der Trainer von Giglmayr „diese gilt es in den kommenden Wochen weiter auf die Langdistanz umzulegen und dabei die Pace nicht zu verlieren.“

 

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GIGLMAYR MELDET SICH MIT RANG ZWEI ZURÜCK

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Andreas Giglmayr krönt sein Comeback von der Bildungsauszeit mit einem zweiten Platz beim Ironman 70.3 Zell am See/Kaprun. Der Salzburger zeigt mit diesem Ergebnis einmal mehr, dass er zur Weltspitze im Mittel- und Langdistanztriathlon gehört.
Der Wettkampf war eigentlich als Standortbestimmung für den Hawaii-Qualifikationszyklus 2018 gedacht. Dass es gleich so gut klappt und ich mich bei diesem sehr starken Starterfeld auf dem zweiten Rang wieder finde, stimmt mich sehr zuversichtlich für die kommenden Rennen und zeigt mir auch, dass wir mit meinem Team auf dem absolut richtigen Weg sind“ so Giglmayr in einer ersten Stellungnahme.
 
Der Olympiateilnehmer von London 2012 stieg mit der Spitzengruppe aus dem Zeller See, fuhr auf der sehr selektiven Radstrecke, die unter anderem über den 1290 Meter hohen Filzensattel führte, ein kontrolliertes Rennen ohne dabei die hohe Pace der beiden Spitzenreiter Nils Frommhold und Boris Stein (beide GER) mitzugehen.
Ich wollte mich am Rad nicht völlig zerstören und als ich dann beim Laufen die Zwischenzeiten und Rückstände hörte, sah wie mir meine beiden Begleiter Adrian Haller (SUI) und Michael Van Cleven (BEL) nicht mehr folgen konnten und merkte, dass ich den Nils vielleicht sogar noch abfangen kann, war ich in meiner Taktik bestätigt“ so Giglmayr weiter. „Ein so wichtiges Rennen im eigenen Bundesland vor den vielen heimischen Fans zu gewinnen freut mich natürlich besonders und gibt mir sehr viel Motivation für den Ironman Italien, der bereits in vier Wochen als nächstes Rennen auf dem Programm steht.
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