Verletzung stoppt Giglmayr auf dem Weg zu einem Spitzenplatz

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(Bild von Max Hofstätter / Finisher Magazin)

Am vergangenen Sonntag stand eines der Saisonhighlights von Andreas Giglmayr auf dem Wettkampfplan. Der Ironman Austria gilt als einer der größten Triathlons in Österreich und als einer der prestigeträchtigsten. Das Rennen von Andi Giglmayr verlief bis zur Laufstrecke nach Plan: „ich hatte nach passablem aber nicht hochkarätigem Schwimmen (48 min 39 sec für 3,8 Km) eine gute Rennpace gefunden und konnte meineGruppe am Rad das ein oder andere Mal mit Tempoverschärfungen ärgern“ so Giglmayr über die erste Rennhälfte „auf der zweiten Radrunde konnte ich mich dann allmählich einiger Konkurrenten entledigen und der Rennplan schien voll aufzugehen“. Giglmayr stieg nach 4:31:50 (39,73 km/h Schnitt) im Vorderfeld an Position 5 liegend vom Rad, um den abschließenden Marathon in Angriff zu nehmen: „ich fühlte mich immer noch gut und entschied mich für ein kontrolliertes aber dennoch ambitioniertes Tempo mit etwa 4 Minuten/Kilometer um nicht zu überpacen“. Dieser Rennplan war, wie es schien, perfekt und Giglmayr schob sich kontinuierlich an die vor ihm liegenden Athleten heran. „Auf Rang sechs liegend war ich mir sicher, noch ein oder zwei Plätze bis ins Ziel aufzuholen, vor allem auch deshalb, da ich bei den Wendepunkten die leidenden Gesichter meiner Mitstreiter erkennen konnte und wusste, dass die schwerer zu kämpfen hatten als ich “. Doch bei Kilometer 25 war plötzlich Schluss: „innerhalb von wenigen hundert Metern hatte ich plötzlich solche Schmerzen im Vorfuß, dass ich kaum noch aufsteigen konnte. Als Physiotherapeut gehen einem da gleich mehrere Schreckenszenarien durch den Kopf und so machte es keinen Sinn mehr ans „Finishen“ zu denken“. Aktuell wird sich das Team von Andi Giglmayr die Verletzung genau ansehen, um anhand der Diagnose dann zu entscheiden wo und vorallem wann das nächste Rennen auf dem nun etwas abgewandelten Plan steht. „Die Enttäuschung ist zwar groß, aber ich bin mit dem Kopf schon wieder bei den kommenden Aufgaben. Ich hoffe, dass die Verlertzung nicht so schlimm ist und ich bald wieder starten kann – es wäre schade um die gute Form die ich grad habe“!

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Ironman Klagenfurt, one week to go!

Nach einem guten Rennen beim Ironman 70.3 Barcelona, wo ich noch von technischen Defekten ausgebremst wurde, konnte ich nochmal einen guten drei Wochen Trainingsblock einschieben. Der Sieg beim legendären Kirchbichl Triathlon war dann noch eine schöne Draufgabe und hat mich weiter motiviert. Auch die harte Arbeit an meiner Position am Rad macht sich immer mehr bezahlt und so kann ich jetzt bei gleichen Watt deutlich schneller fahren als noch in der letzten Saison. Als Physiotherapeut weiß ich, dass jede kleine Veränderung große Auswirkungen auf den Körper hat. Aber ich habe viel an meiner Beweglichkeit gearbeitet und nun einige Monate Zeit gehabt mich anzupassen. Dieses Projekt wird allerdings nie abgeschlossen sein und nach Klagenfurt werden wir wieder etwas an den “Stellschrauben” drehen. Auf dem Laufsektor konnte ich in den letzten Wochen meine bisher besten “Longruns” absolvieren und schön langsam wird aus mir ein echter Ironman:) Was natürlich noch abgeht, ist die Erfahrung auf der Langdistanz. Hier kann mir Coach Faris AlSultan einiges beibringen, aber ich muss auch meine eigenen Erfahrungen sammeln. Der 4.Platz von 2014 ist mir noch gut in Erinnerung und nachdem mein Studium und der Aufbau unserer Praxis nun beendet ist, kann ich nun versuchen dort anzuschließen wo ich aufgehört habe – eben nur ein paar Jährchen älter:)

Insgesamt fühle ich mich sehr gut vorbereitet und freue mich auf den kommenden Rennblock mit dem Ironman Klagenfurt, der Staatsmeisterschaft über die Mitteldistanz in Obertrum und dem Ironman 70.3 Zell am See, wo ich letztes Jahr Zweiter werden konnte.

 

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Ironman 70.3 Barcelona

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(Bild Ingo Kutsche for Castelli)

Heute war ich beim Ironman 70.3 Barcelona am Start. Das Feld war mit Gomez, Aernouts, McNamee,…. top besetzt und der bergige Kurs ermöglichte ein sehr faires Rennen.

Nachdem ich knapp zwei Wochen krank in Texas war und Antibiotika nehmen musste, konnte ich im Anschluss zuhause 2 1/2 sehr solide Wochen trainieren und an meiner Form arbeiten. Ich wusste vor dem Rennen dass ich noch nicht 100% in Form bin, aber ich war sehr gespannt wo ich stehe.

Das Schwimmen hat dann wieder ganz gut geklappt, allerdings habe ich nicht gesehen, dass hinter Gomez noch zwei weitere Athleten waren. Ich konnte relativ kontrolliert in meiner Gruppe zwischen Platz vier und acht schwimmen und war mit den Gedanken schon am Radkurs.

Die sehr technische Strecke hatte auch einige Schlaglöcher und so verlor ich gleich nach der Wechselzone zum ersten Mal meine Verpflegung und leider nicht zum letzten Mal. Beim ersten Mal bin ich noch umgedreht, aber beim zweiten Mal in voller Fahrt nach 4km, bin ich weiter gefahren.

Leider war das nicht die letzte Panne und so ist mir zweimal die Kette runter gefallen und ich musste anhalten um sie wieder zwischen Zahnkranz und Trettlager zu entfernen. Sehr ärgerlich, denn das Ganze passierte am Fuße des langen Anstiegs, wo ich meine Karten ausspielen wollte. Nach meinem Zwangsstop bin ich dann auch sehr stark den Berg hoch gefahren und konnte meine ursprünglichen Begleiter wieder einholen. Allerdings “nur” wieder einholen und nicht los werden wie geplant.

Die restliche Strecke war dann stark wechselndes Tempo und ich habe versucht den Rückstand nach vorne gering zu halten, bzw. mein eigenes Rennen zu fahren. Insgesamt war ich mit der Radleistung sehr zufrieden, was die Radzeit leider durch die Missgeschicke nicht ganz widerspiegelt.

Der Lauf war dann mit 1:16h auf einem langsamen Kurs solide, aber da ist noch Luft nach oben, vor allem mit ausreichender Verpflegung am Rad. Der siebte Platz am Ende war ein guter Einstieg in die Saison und ich freue mich auf die kommenden Rennen.

Vielen Dank noch an Thomas Bamberger für die tolle Betreuung am Wochenende vor, während und nach dem Rennen! Einfach genial und hat auch viel Spaß gemacht!!!

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Planänderung

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(picture copyright by Scott Flathouse)

Kein Start beim Ironman Texas – Vor zwei Wochen musste ich bei meinem ersten Rennen der Saison, dem Ironman 70.3 Galveston, aufgrund einer Unterkühlung (bei für Texas ungewöhnlichen 5 Grad Außentemperatur) nach dem Radfahren aufgeben. Ich war nach dem Rennen trotzdem guter Dinge, denn meine Schwimmleistung war nach der knappen Anreise sehr gut und ich habe mich auf den ersten paar Kilometer der Radstrecke noch ganz ordentlich gehalten. Leider waren die Umstände etwas zu viel für mein Immunsystem und ein grippaler Infekt war die Folge. Nachdem es nach knapp 10 Tagen ohne richtigem Training noch immer nicht ganz gesund war, haben mein Coach Faris AlSultan und ich beschlossen, dass es besser ist nach Hause zu fliegen und den Infekt auszukurieren.

Eine Langdistanz fordert einem Triathleten Alles ab und es wäre respektlos meinem Körper gegenüber, nicht ganz gesund an den Start zu gehen.

Das war natürlich nicht unser A-Plan, aber es ist auch kein Beinbruch, denn die Saison ist noch lange und es kommen noch genug Rennen. Nun heißt es so schnell wie möglich fit zu werden und dann das schöne Wetter zuhause für gutes Training zu nützen.

Vielen Dank an mein Homestay in den Woodlands, der Familie Gibbons, wo ich mich wie Zuhause gefühlt habe. Thanks a lot!:)

 

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Der “Winterschlaf” geht zu Ende

Faris und ich

(Training mit Faris auf Lanzarote)

Man darf sich vom Titel dieses Blog Eintrag und auch von den mangelnden Neuigkeiten seit Oktober nicht täuschen lassen! Es tut sich etwas, sogar sehr viel! Nach dem Abschluss meines Physiotherapiestudiums letzten Juli, darf ich mich nun nicht nur Andreas Giglmayr, BSc. Physiotherapeut nennen, sondern habe nun auch wieder den vollen Fokus auf den Sport. Das ist auch nötig. Ich habe nach der für mich sehr erfolgreichen letzten Saison mit meinem alten Trainer Mahdi Sareban den Entschluss gefasst, zu Faris AlSultan zu wechseln.

Diese Entscheidung habe ich allerdings nicht alleine getroffen. Gemeinsam mit Mahdi, der mir immer noch als hervorragender Sportmediziner mit Rat und Tat zur Seite steht und mit Thomas Bamberger, der mich nun schon seit vier Jahren als mein langjähriger Physiotherapeut betreut. Gemeinsam mit Anna Hettegger und Schwimmtrainer Clemens Weis habe ich somit immer die besten Leute in meiner Ecke, um mich fit und gesund zu halten. Ohne diese Unterstützung wäre der Leistungssport für mich nicht möglich. Alle zusammen ergeben ein geniales Team, auf das ich mich immer verlassen kann und eine sportliche Betreuung, wie ich sie mir früher als Nachwuchssportler und auch in Hinblick auf die Olympischen Spiele in London gewünscht hätte.

Mit Faris bin ich nicht erst in Kontakt seit er Patrick Lange zum Ironman Weltmeister gecoacht hat, sondern auch schon einige Jahre zuvor. Seine ehrliche Art und sein Auftreten in der Öffentlichkeit haben mir schon immer imponiert und seine Herangehensweise an das Training gefällt mir sehr. Als Sportler habe ich schon viel gesehen und brauche auch keinen Trainer mehr, der mir jeden Tag auf die Finger schaut.

Anders als in den letzten Jahren, wo ich fast den ganzen Winter zuhause war, konnte ich von Dezember bis März bereits drei Trainingslager absolvieren und wir basteln Schritt für Schritt an meiner Form. Nachdem ich die letzten Jahre sehr wenig Umfang trainiert habe, gilt es nun erstmal ruhige Kilometer, gespickt mit einigen HIIT Intervallen und sehr viel Krafttraining, zu absolvieren. Faris hat mich nun auch soweit gebracht, dass ich einige Kilo über den Winter zugelegt habe, um ein “richtiger” Langdistanz Athlet zu werden und um mehr Kraft und Substanz für die langen acht Stunden Rennen zu haben.

Da bin ich auch schon beim nächsten Stichwort – 8h Rennen

Mein Fokus wird heuer vor allem auf den Langdistanz Rennen liegen. Was mir auf dieser Distanz am meisten fehlt ist Erfahrung und ganz simpel Trainingsstunden. Letzteres kann ich nur selbst verbessern, indem wir schön langsam mehr Volumen draufpacken. Die Erfahrung kommt mit den Wettkämpfen und hoffentlich gibt mir Faris bei meinen kommenden Starts noch das ein oder andere wertvolle Detail mit auf den Weg!

Im Moment stehen bereits einige Rennen fest und mein erster Start wird bei den Nordamerikanischen Ironman Meisterschaften in Texas erfolgen. Der restliche Rennkalender folgt dann in den kommenden Wochen, wenn wir Alles fixiert haben.

Anbei sind noch ein paar Bilder:

Team

(Parents, Thomas, Anna, Mahdi, me:)

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(Trainingspartner im Jänner:  Niclas “Bocki” Bock und “Hell on Wheels” Thomas Hellriegel. Nach so vielen Jahren im Sport, ist es immer wieder schön neue Trainingspartner und nette Menschen kennen zu lernen.)

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(Bart Aernouts und ich auf Mallorca – heuer schon ingesamt fünf Wochen gemeinsam im Zimmer – da muss man sich verstehen:)

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(Krafttrainingscamp bei Faris in München – Muskelkater war vorprogrammiert)

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